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zur Meditation

 

   
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Der Gottesfeueraugenblick ist grundsätzlich der Augenblick, in dem unser Geist, d.h. der Wille wenigstens zweier Menschen sich so verhält, dass ihre Seele zu Gott hin offen sein kann. Das ist dann möglich, wenn Unser freier, geschöpflicher, aber evolutionsblinder Geist, im Glauben und in der willentlichen Liebe seine Urblindheit und alle konkreten Folgen dieser Urblindheit überwindet. In solchen Augenblicken steht er nicht mehr - wie bei einer Mondfinsternis  die Erde zwischen Sonne und Mond - zwischen Gott und der Seele. Die Seele kann dann für diesen Augenblick gleichsam mit ihrem Zuhause, ihrer Heimat, kommunizieren. Für sie ist das der gesundeste und schönste Augenblick. Wir sollten ihn ihr so oft wie möglich gewähren, d.h. einen Zustand daraus machen. Die meiste Zeit hat die Seele aber 'Mondfinsternis', weil unser Geist beschränkt und fixiert auf das Verstandesbewusstsein, sich wie eine schwerfällige Erde zwischen Mond und Sonne festhakt und sich immer wieder zu ihrem Gott und Herrscher erklärt.
 
 
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Auf dem Weg zur Überwindung unserer 'Mondfinsternis' sind die Worte Jesu  wie eine Leuchtspur, ein Gelände, an dem wir uns festhalten können, eine Autorität, der wir auf sicheren Pfaden folgen können. Wenn wir sie jeden Tag und in so vielen bewussten Augenblicken wie möglich konkret leben, uns mit Freunden darüber austauschen, die Erfahrungen einander schenken, führen sie uns zu der Mentalität Jesu, die die Urblindheit unseres Geistes nachhaltig überwinden kann. Sie lassen dann Gottes Licht in die Seele fallen und bewirken so, dass die toten Winkel unserer charakterlichen Veranlagung bewusst werden, ans Licht treten und fruchtbar integriert werden. 
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Die Überwindung unserer je eigenen 'Mondfinsternis' bedeutet noch eine Menge mehr, als dass allein die Seele wieder mit ihrer Heimat, mit Gott, korrespondieren kann. In diesen Gottesfeueraugenblicken öffnet sie sich vielmehr auch ganz neu in die zwischenmenschliche Seele hinein. Und das bedeutet, dahin, wo  allein Gott als der dreifaltige in unserer Mitte gegenwärtig sein kann. Die Existenz dieser Seele zwischen uns ist abhängig von den Gottesfeueraugenblicken, in denen die 'Mondfinsternis' in uns, d.h. in wenigstens zweien von uns, überwunden ist. Während der 'Mondfinsternis' der Seele hat sie keine Lebensgrundlage, kann also auch Gott nicht mit der Fülle seines Lichtes zwischen uns gegenwärtig sein. Wir erschaffen uns dann zwangsläufig allerlei Ersatz auf der Ebene der Gefühle. Einer ist aber auch dann zwischen uns gegenwärtig. Einer, der es zwischen uns in unserer Finsternis freiwillig und in jedem Schmerz aushält, an diesem Kreuz unserer Finsternis hängend, ohnmächtig, aber in Liebe im Geiste zugegen und bereit das Feuer unserer Auferstehung zu entfachen, wann immer der Geist wenigstens zweier Menschen, vereint mit ihm in seiner Verlassenheit zwischen uns, die 'Mondfinsternis' in der Seele überwindet. 

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